Erst die Liebe, dann der Alltag

Nun schreibe ich wieder täglich an „Unter namibischer Sonne“, und ich merke, wie groß der Unterschied zu „Namibische Nächte“ ist. Dort ging es erst einmal darum, dass Kian und Vanessa sich (wieder)finden, nun geht es um all das, was unseren Alltag hier in Namibia ausmacht, was für viele Farmer bedeutet: den täglichen Kampf ums Überleben.

Zu viel Sonne, zu wenig Regen, trockenes Land, das kaum etwas hergibt. Dann auf einmal schüttet sich der Himmel aus, und alles wird überschwemmt, Menschen und Tiere sterben, weil sie Regen und dessen Folgen einfach nicht gewöhnt sind. Riviere, die normalerweise trocken sind, schwellen an zu gewaltigen Flüssen, die alles mit sich reißen. Dann erfrieren wieder die Schafe auf der Weide, die gerade geschoren worden sind, weil es einen plötzlichen Kälteeinbruch gibt.

Es gibt vieles, das ich erzählen möchte, und manchmal wird es einfach zu viel. So vieles hier bei uns in Namibia ist anders als in Europa, als in Deutschland. Da frage ich mich dann: Überfordert das die Leser in Europa nicht? Ist es nicht besser, vieles wegzulassen und nur ein paar Punkte zu erwähnen?

Dann ist es aber wieder so, dass man das eine ohne das andere nicht verstehen kann. Die Verhältnisse hier sind so anders, dass ich mir denke, ich muss doch etwas darüber schreiben, wie es ist, sonst kann das überhaupt niemand verstehen.

Ja, das sind so die Plagen einer namibischen Autorin. 😉

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